So, , 19:00 Uhr
RADIOMUSIKSENDUNG
KOHI meets Querfunk
Querfunk
Ohren auf also, wenn es wieder heißt: KOHI meets Querfunk.
teilen Ja, der Link ist in die Zwischenablage kopiert! 01.11.26
11/26
KOHI meldet sich auch im November mit einem vollgepackten, hochkarätigen Programm. Intime Singer-Songwriter-Abende, packendes Improtheater und internationale Musik-Highlights geben sich hier wie gewohnt die Klinke in die Hand.
Gerne erwähnen wir zu Anfang die Kooperation mit dem Jubez, die uns die Hamburger Kult-Band DIE STERNE und die Kooperation mit dem Tollhaus, die den charmanten Wiener Sänger VOODOO JÜRGENS samt Band auf ihre Bühnen bringen werden. Das Münchener Electro-Pop-Duo FLIEGENDE HAIE kommt endlich wieder zu uns, diesmal zusammen mit dem Karlsruher Rapper FUBI, während CHRISTIAN KJELLVANDER aus Schweden mit seinem düsteren Indie-Folk das erste Mal im KOHI gastiert. Wer es wild mag, kommt zu den italienischen Garage-Punkern THE JACKSON POLLOCK zu uns oder frönt dem düsteren Melodic-Death-Metal von ESHTADUR. Zusammen mit der Band KING reisen gleich zwei absolute Black- und Death-Metal-Größen aus Kolumbien an. Ebenfalls kräftige Rockmusik, wenn auch deutlich weniger düster, spielen THE RIVEN aus Schweden und psychedelisch wird es mit der Züricher Band LÖWENZAHNHONIG. Ein bisschen stolz sind wir, dass wir die Wiener Rapperin DONNA SAVAGE für eine Show gewinnen konnten. Die gefeierte Kabarett- und Comedy-Gruppe LUKSAN WUNDER gastiert mit einem komplett weiblichen Ensemble, die sich hier stilsicher FLUKSAN WUNDER nennen. Die Augsburgerin SINEM erwarten wir auf ihrer „Hatun Release Tour“ mit feinsten Turkish-Post-Punk. Sie trifft auf den verträumten Psych-Folk des Karlsruher Supports DO THE MOON. Die lokale Kulturszene lassen wir also ganz und gar nicht beiseite und neben dem Improtheater-Trio STUPID LOVERS freuen wir uns auf die einst hauseigene Theatersport-Gruppe DIE KOHIBRIS mit ihrem exklusiven jährlichen Auftritt sowie auf die regelmäßigen Erfolgsformate SONG SLAM mit Moderatorin Paula Höll und auf den gefeierten POETRY SLAM mit Julie Kerdellant. Ein visuelles Highlight verspricht die Ausstellung „Ekstase. Musik im Fokus“ unserer Hausfotografin KIRSTEN BOHLIG zu werden, die bei allen Veranstaltungen bis Ende des Jahres und nachmittags an den Adventssonntagen bewundert werden kann. Die schwarz-weißen Konzertbilder sind zum größten Teil bei uns im KOHI entstanden.
Im Regelfall haben wir keinen Ticket-Vorverkauf für unsere Veranstaltungen – KOHI ist über ein Mitgliedschaftssystem organisiert.
Um eine Veranstaltung zu besuchen, braucht man eine befristete Test-Mitgliedschaft. Diese Test-Mitgliedschaft (in der Regel 8 Euro für eine Woche, 15 Euro für zwei Wochen) gibt es abends direkt an der Tür, sie endet nach Ablauf des Zeitraums automatisch. Einfach pünktlich da sein und den Antrag ausfüllen! (Das nicht jedes Mal machen zu müssen… ist nur einer der Vorteile einer festen Mitgliedschaft im KOHI ;-)
Einlass ist immer eine Stunde vor Beginn der Veranstaltung. Einfach kommen!
➔ lies mehr über die feste Mitgliedschaft und warum sich das nicht nur für dich persönlich lohnt, sondern für den Erhalt des KOHI wirklich wichtig ist!
Manche unserer Veranstaltungen finden in Kooperation und/oder an anderen Orten statt, z.B. dann, wenn unser "Wohnzimmer" zu klein ist. Dann gibt es auch einen ➔ Ticket-Vorverkauf.
Dies wird im Text zur Veranstaltung explizit angegeben und all diese Veranstaltungen sind noch einmal extra ➔ weiter unten aufgelistet.
Wir sehen uns in der Südstadt!
HEUTE!
DIE STERNE. Foto: Stefan Braunbarth
STUPID LOVERS - HAPPY HOUR. Foto: Stupid Lovers
FLIEGENDE HAIE + FUBI. Foto: Maxim Kaiser
Christian Kjellvander. Foto: David Moeller
THE JACKSON POLLOCK + SCHNAPS. Foto TJP: The Jackson Pollock / Foto Schnaps: Luran Engelhardt
SINEM + DO THE MOON. Foto: Sebastian Kempff
LÖWENZAHNHONIG + TEMBEH. Foto: Tom Huber
Ekstase. Musik im Fokus.. Im Bild: Velvet Two Stripes/Sophie Diggelmann, KOHI, 18.11.22. Foto: Kirsten Bohlig
VOODOO JÜRGENS und die „Ansa Panier“ LIVE 2026. Foto: Susanne Hassler-Smith
DONNA SAVAGE & BRENK SINATRA //+ DEVELO. Foto: Laura Eibel
THE RIVEN. Foto: The Riven
FLUKSAN WUNDER. Foto: Fluksan Wunder
DIE KOHIBRIS - Spontanes Spektakel. Foto: Kirsten Bohlig
Ekstase. Musik im Fokus. Konzertfotografien von Kirsten Bohlig. Eva Tolstová, Tolstoys (Ausschnitt). Foto: Kirsten Bohlig
ESHTADUR + KING. Foto: Eshtadur
KINDERZIMMER PRODUCTIONS. Foto: Max Zerrahn
MAGASIN. Foto: Fluer Mulder
ÉASY + CADDY PACK. Foto: beide privat
Ekstase. Musik im Fokus. Konzertfotografien von Kirsten Bohlig. Skating Polly (Ausschnitt) Foto: Kirsten Bohlig
LYHRE "The D(e)ad Concept Tour". Foto: crtcl agency
HINTERLANDGANG. Foto: Bastian Bochinski
Nektarios Vlachopoulos. Foto: Marvin Ruppert
Ekstase. Musik im Fokus. Konzertfotografien von Kirsten Bohlig. Komposit: Paul, Flirt und TsuShiMaMire. Fotos: Kirsten Bohlig
WAP DUALITY. Foto: Wap Duality
SHY GUY AT THE SHOW + TYLES. Fotos: beide privat
Ekstase. Musik im Fokus. Konzertfotografien von Kirsten Bohlig. Wimmelbild. Fotos: Kirsten Bohlig
Im Regelfall haben wir als ein Verein, dessen Organisation auf einem Mitgliedschaftssystem basiert, keinen Vorverkauf. Aber manchmal eben doch! Wenn es also Veranstaltungen mit VVK gibt, werden sie hier angezeigt. Und auch wenn eine solche Veranstaltung schon oben in unserer Timeline aufgeführt sein sollte, ist sie hier noch einmal aufgeführt, damit du den Vorverkauf ganz sicher nicht verpasst!
DIE STERNE. Foto: Stefan Braunbarth
VOODOO JÜRGENS und die „Ansa Panier“ LIVE 2026. Foto: Susanne Hassler-Smith
Alle weiteren Termine findet Ihr in unserer ➔ Programmvorschau.
Dort gibt es nicht nur den Blick in die Programm-Zukunft, sondern auch die Möglichkeit, Termine in den eigenen elektronischen Kalender einzutragen!
ohne Titel
Die Postkarten-Botschaften stammen aus Karlsruhe, ihr Weg in KOHI führt über Berlin: Im vergangenen Jahr versuchte eine Gruppe renitenter Kneipengänger die letzte Künstlerkneipe Ost-Berlins zu retten: das WATT in Prenzlauer Berg. Dabei lernten sich Christine Sohn und Vincent Sauer kennen. Sauer ging für’s Studium 2012 von Karlsruhe (Land) nach Berlin und wurde als zweiter Wessi der Vereinsgeschichte Redakteur der Literaturzeitschrift „Abwärts!“, wo Sohn Prosa und Lyrik publiziert hat. Sohn kommt aus Speyer, war viele Jahre als Schauspielerin und Theaterregisseurin im Ruhrgebiet zugange und lebt seit 2015 in der Hauptstadt. Der Kampf um die Kneipe ging leider verloren. Aber es muss anderswo weitergehen mit der Kunst, die zum Status quo nicht Ja und Amen sagt. Eines Abends zeigte Sohn Sauer eine Kiste mit Hunderten Postkarten. Ein Freund ihres Vaters Franz schickte sie ihm von Karlsruhe nach Speyer. Dieser Mann war Arthur Hebel. Ihn beschreibt Christine Sohn wie folgt:
„Arthur Hebel ist 1930 in Speyer am Rhein geboren. Mit meinem drei Jahre älteren Vater Franz Sohn verband ihn seit beider Schulzeit eine lebenslange und besondere Freundschaft bis zu dessen Tod, die sich unter anderem in hunderten von unterschiedlichsten Postkarten dokumentiert findet. Arthur war Architekt, hatte Studienzeit in Paris verbracht, lebte in Karlsruhe und schuf nach seiner eigenen Erzählung ein schier unüberschaubares Oeuvre in allen Formaten. Die Frage, warum er damit kaum an die Öffentlichkeit gegangen ist, schwebte wie ein empfindliches Rätsel in der Luft; obwohl er ein toller Erzähler war und die Klaviatur der Geselligkeit beherrschte wie kaum ein zweiter, schien eine unbestimmte Scheu das verhindert zu haben. Mein Vater wiederum schrieb ihm Briefe und solange ich mich erinnern kann betrat er sein Haus mit der Frage: Ist Post da? Neben den Bildern an den Wänden stellt dieser Schatz der Postkarten nicht nur den Symbolwert dieser Freundschaft dar, sondern gibt auch Zeugnis von einer ungeheuer intensiven und vielschichtigen Beschäftigung mit den Zeitläuften und den unterschiedlichsten Themen und den Techniken der Kunst. Schweren Herzens bin ich bereit, mich davon zu trennen, um wenigstens nach seinem Tod eine gewisse Aufmerksamkeit auf diesen Aspekt seines Schaffens zu ermöglichen.“
Arthur Hebel ist 2021 in Karlsruhe verstorben. Als Künstler hat er u. a. in der Durlacher Orgelfabrik, dem Kunstverein Speyer und dem Badischen Kunstverein ausgestellt. Als Architekt verwandelte er in der Pfalz Wasserschlösser in Wohnhäuser, machte aus Stallungen Ateliers und verstand sich auch auf die Kunst des Gartenhausbaus.
Die Auswahl der Postkarten, die im KOHI gezeigt werden, umfasst Aquarelle und Collagen, Tuschezeichnungen, Skizzen mit Kugelschreiber und Textmarker. Schräge Typen und historische Gestalten sind zu sehen. Dass Melancholie und Witz, nonkonformer Humor und ein innerer Abstand zum Gang der Welt zueinander gehören, wird in Hebels kleinen Arbeiten offenbar. Bild und Text gehören zusammen: Seien es Gedichte auf der Rückseite, kuriose Daten oder Zitate, die den Zitierten nicht immer gut dastehen lassen. Schreiben und Zeichnen helfen mit dem irren Lauf der Geschichte, der großen wie der eigenen, klarzukommen. Vielleicht war einfach das die Aufgabe der Kunst im Alltag von Franz und Arthur.
Ausstellung bis 08.11.26