Klaus Gündchen zerschneidet Edelstahlbleche, Industrieprodukte, und fügt sie neu zusammen, zu Körpern mit scharfen Kanten, die er verschweißt und abschleift. So entstehen Objekte, die in der langen, auch eigenen familiären Tradition des Metallhandwerks stehen, aber doch nur mit modernster Technik realisierbar wurden.
Die Räumlichkeit dieser Körper stellt alltägliche Sehgewohnheiten auf die Probe und die Oberflächen, mit Winkelschleifern gezeichnet, spielen mit dem Sonnenlicht und überraschen mit einer holografischen Tiefe. So will er den Standpunkt der Betrachter infrage stellen, um einen neuen, erweiterten Blick auf die Welt zu ermöglichen.
"In seiner kleinen ,Kosmologelei des Nichts' behauptet Gündchen, dass aus dem permanenten Gegensatz des – Nichts ist Alles – die Multiversen entstehen, die bis in die Verästelungen des Unendlich Kleinen sowie des Unendlich Großen führt, bis das Nichts Dimensionen, schließlich Zeit, annimmt.
Wie der buddhistische Mönch das Nirvana, das Mitgefühl mit dem Universum erreichen will, so lauschen wir gebannt den Klängen von Klaus Gündchens Klangplastiken in den tiefen Momenten, wenn Resonanz tief in der Seele entsteht, wo kein Bewußtsein Zugang hat.
Wem meine Deutung zu abgehoben ist, kann einfach nur sehen und hören und wird auf seine Kosten kommen. Aber glaubt mir, der Titel paßt! - Klaus Gündchen meint dazu, dass seine Plastiken nichts darstellen, sondern nur genau das sind, was man selber sieht (oder eben hört)." - Fritz Guillaume 2025
Ausstellungszeitraum: 11.01.26
bis 08.02.26
Website
www.klaus-guendchen.de/https://www.klaus-guendchen.de/
Kunst